2. Monat

Mit dem Ultraschallbild in der Tasche, auf dem ein kleiner weißer Kreis in einem kleinen schwarzen Kreis zu sehen ist, ist klar, es hat geklappt.

Leider ist immer noch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man das Kind wieder verliert. Ein Drittel aller Schwangerschaften brechen in den ersten drei Monaten ab. Wenn Dir das so geht oder ging, dann mach Dir keine Vorwürfe, der Körper macht so etwas nicht umsonst. Meistens hat etwas mit dem Kind nicht gestimmt und wahrscheinlich war es besser so.

Wir Frauen können weiterhin unser Bestes geben, um dem Kind gute Startchancen mitzugeben:

  • viel Wasser trinken
  • Folsäure-, Jod-, Vitamin B12-Pegel hochhalten
  • für genügend Bewegung sorgen
  • Mindestens eine Stunde am Tag rausgehen (damit wir über die Sonne zu unserem Vitamin D kommen)
  • oft und abwechslungsreich Nüsse, Samen, Obst, Gemüse, Vollkornprodukte essen

Ach, bitte nicht wundern, dass ich nicht über Morgenübelkeit geschrieben habe. Das ist mir zum Glück erspart geblieben. Trotzdem möchte ich gerne den Tipp meiner Ärztin weitergeben: Ein geldstückgroßes Stück einer Ingwerwurzel abschneiden und mit heißem Wasser aufgießen. Dann wie einen Tee trinken. Süßen kann man am Besten mit Agavensirup, der ist nicht ganz so gesundheitsschädlich wie weißer, raffinierter Zucker.

Wenn Du müde bist, dann leg Dich hin. In zwei Monaten wird das besser. Du hast jede Berechtigung, ab und zu ein Nickerchen zu machen, denn Dein Körper muss sich ja komplett umstellen. Ab dem 4. Monat kommt die Energie wieder; am Besten jetzt schon eine Reise für den 5. Monat planen, da kannst Du Dich schon auf etwas freuen!

In den ersten drei Monaten hat man auch noch keine Probleme mit dem Heben. Oft wird geraten, nicht schwer zu tragen, nicht strecken oder bücken, wenn man schwanger ist, aber man kann davon ausgehen, dass man die ersten drei Monate einfach so weiter machen kann wie bisher. Wenn Du nicht gerade Zehn-Kilo-Stahlträger-Lieferant bist, brauchst Du Dir also keine Sorgen im Job zu machen.
Worauf Du allerdings achten solltest: giftige Dämpfe sind schädlich! Auch daheim immer gut lüften, nach dem Malen wie auch Lackieren der Zehennägel.

Noch einen Grund zur Freude gibt es: Als Veganerin ist die Möglichkeit, an Toxoplasmose zu erkranken, sehr gering. Nur das Katzenklo (falls ihr eine solche Mitbewohnerin habt) sollte jemand anderes reinigen. All die Gedanken um rohes Fleisch und mit was es in Deiner Küche in Verbindung kam, brauchst Du Dir nicht zu machen.

Fazit des zweiten Monats: Trink viel, nimm genügend Folsäure und Jod ein und gönn Dir Ruhe!

Und am Ende des Monats: ein neues Foto von dem Kleinen. Diesmal kann man Ärmchen und Beinchen sehen. Wenn er möchte, kann jetzt der Papa mitkommen und wohlwollend sein „Werk“ begutachten.

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