Geburt

In meinem Fall: Kaiserschnitt.

8 Uhr haben die Ärzte begonnen, 8.27 Uhr war ich Mama.

Aber so schnell geht das nun auch nicht. Am Tag vorher bin ich in die Klinik gegangen, die Voruntersuchungen machen zu lassen. Der Wehenschreiber teilte uns mit, daß es ohnehin nicht mehr lange dauern würde. Alles gut, und ich wollte auch unbedingt, daß es jetzt endlich soweit ist. Diese Vorwehen – so wurde mir erklärt – sind wohl gut für die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt.

Beim Check-In wurde ich gefragt, welches Gericht ich zum Mittagessen wählen würde. Ich sagte, da ich Veganerin sei, nähme ich wohl das vegetarische und esse so viel ich finde–nur keine Umstände. Aber mir wurde erklärt, daß sie im Krankenhaus auf solche Fälle bestens vorbereitet seien, und ich eben vegane Mahlzeiten bekäme. Ich habe mich sehr darüber gefreut, ernst genommen zu werden. (Schon früher bei Abschlussfahrt und in der Kantine bekamen die Vegetarier immer das beste Essen–wir Anderen (ich aß damals alles) irgend etwas undefinierbares.)

Nachdem also das Kleine geschlüpft war, bekam ich es auf die Brust gelegt und konnte es zum ersten Mal richtig ansehen. Ich bin die glücklichste Mama der Welt! Und ihr seid es dann sicher auch.
Mein Freund übernahm das Baby bis ich wieder zugenäht war. Als ich in das Zimmer mit den beiden geschoben wurde, sah ich ihn, eine riesige Decke und zwei winzig kleine Füße: der schönste Anblick überhaupt. Wir scherzten schon wieder und sagten dem Kleinen, daß es ein kleines Bübchen sei, daß ganz aus Obst und Gemüse gebaut sei.

Das ist wirklich wunderschön: Mein Baby ist auf der Welt.
Kein anderes Lebewesen musste dafür leiden, sterben oder
in Gefangenschaft leben.
Ich finde dies ist der beste Start in ein neues, unvorbelastetes Leben.
Und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten.

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